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neues ERP-System //
Ab 1. Oktober 2021 live!

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir zum 1. Oktober unser langjähriges ERP-System ersetzen werden. Für uns bedeutet dieser Systemwechsel die Einführung einer modernen, leistungsfähigen und zukunftssicheren Plattform, mit der wir die Weichen stellen für eine weitere Digitalisierung unseres Unternehmens.

Preisentwicklung

Im Kern lassen sich die Ursachen für die zahlreichen und zum Teil deutlichen Preiserhöhungen der Hersteller von kälte- und klimatechnischen Komponenten in den vergangenen Monaten auf zwei elementare Faktoren herunterbrechen:

 

Frachtkosten auf Rekord-Niveau

Die trotz Corona global positive Marktentwicklung im industriellen Bereich in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres erzeugte ob der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Transportkapazität in den letzten Monaten große Probleme im Logistikbereich. Die Preise für Überseefrachten bzw. die relevanten Container Preis-Indizes verzeichnen in den letzten Monaten einen extremen Anstieg um bis zu 800%, wenn überhaupt ausreichend Container zur Verfügung stehen.

Marktbeobachter bringen als Ursache hier immer wieder China ins Spiel. Teilweise werden Container sogar leer nach China beordert, damit sie dem dortigen Markt zur Verfügung stehen. Verschärft wurde die Situation zudem durch die logistischen Herausforderungen des Brexit. Die Verwerfungen in der Zollabwicklung haben große Mengen von Containern und LKWs an der Grenze zum Vereinigen Königreich gebunden und die Frachtmöglichkeiten in Europa zusätzlich verknappt.

Die Folge: Die drastisch erhöhten Frachtkosten für importierte Produkte wie Vormaterialien, Komponenten, Chemikalien und Metalle, fließen bei den Herstellern in Europa sukzessive in die Herstellkosten ein und erhöhen den Preis des Endprodukts signifikant. Darüber hinaus treiben aber auch Preissteigerungen für die Ware selbst, insbesondere spezielle Rohstoffe, das Preisgeschehen:

 

Preisexplosion bei Rohstoffen

Der Rohstoff, der in der Kälte- und Klimatechnik im Mittelpunkt des Interesses steht, ist Kupfer. Basis unzähliger Komponenten, Wärmetauscher und natürlich nicht zuletzt Rohrleitungen. Sorgte die Corona-Krise in vielen Bereichen für rückläufige Umsätze und ausbleibendes Geschäft, hat sich die globale Nachfrage gerade bei Kupfer, aber auch Stahl und zahlreichen weiteren Rohstoffen im vergangenen Jahr untypisch positiv und anders als prognostiziert entwickelt.

So ist der Bedarf nicht weggebrochen, er hat einfach pausiert. Die extreme Nachfrage ist deshalb einerseits auch einem gewissen Nachholbedürfnis geschuldet und andererseits bis zu einem gewissen Grad sicher auch begründet in der Geldflut am Markt und spekulativen Faktoren. Aber selbst ohne diese Einflüsse dürfte es laut Experten mittelfristig bei einem stabilen Markt bleiben, in dem deutliche Preisrückgänge eher unwahrscheinlich sind. Ein wesentliches Argument für eine anhaltend feste Preisentwicklung im kommenden Jahr ist, zumindest bei Industriemetallen, China. In der Volksrepublik läuft die Wirtschaft bereits länger wieder auf Hochtouren.

Diese aufwärtsgerichtete Prognose erstreckt sich auf praktisch alle börsennotierten Industriemetalle.

Insbesondere im Bereich von Kupfer dürfte zudem die Elektromobilität für die nächsten Jahre einen anhaltend hohen „Rohstoffhunger“ generieren. Die Preisentwicklung in den letzten Monaten scheint dies ein Stück vorwegzunehmen. Darüber hinaus wird die Situation mittelfristig dadurch verschärft, dass seit Jahren kaum mehr neue Kupferminen in Produktion gehen und naturgemäß die bestehenden Minen immer weniger produzieren. Manche US-Investmentbanker rufen deshalb bereits einen neuen Rohstoff-Superzyklus aus, also eine anhaltende Hausse, wie sie zuletzt zwischen 2003 und 2011 herrschte.

Dazu kommt, dass auch Rohstoffe oftmals über weite Strecken transportiert werden müssen und der oben erwähnte Preissprung bei Überseefrachten den Endpreis am Verwendungsort abermals erhöht.

Last but not least sind jenseits von Metallen auch bei den Rohstoffen für Isolationsmaterialien und im Bereich von Produkten auf Basis von Monoethylen- und Monopropylenglykol wie z.B. Antifrogen und Refairco GlycoChill deutliche Preissteigerungen bis hin zu Beschaffungsengpässen zu verzeichnen.

 

Und was machen die Kältemittelpreise?

Auch in dieser Produktgruppe wurden von den Herstellern in den vergangenen drei Monaten signifikante Preissteigerungen aufgerufen. Hier wird als primäre Ursache einmal mehr die EU F-Gase Verordnung genannt. Zum Jahreswechsel trat der nächste Schritt des Phase-Downs in Kraft mit einer weiteren Verknappung der Quoten von zuvor 63% auf nun 45% der Bezugsgröße (2015).

Inwieweit sich dieser Trend im Jahresverlauf weiter fortsetzt, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Neben der Einflussgröße F-Gas Quote spielten in den vergangenen Jahren zunächst Hamsterkäufe eine maßgebliche Rolle für Preissteigerungen, gefolgt von Preisverfällen durch illegale Importe. Und über allem steht natürlich der grundsätzliche Bedarf und Produkt-Mix aus High GWP, Low/UltraLow GWP und natürlichem Kältemittel.

Wenn sich also ein Fazit für die weitere Preisentwicklung im laufenden Jahr festhalten lässt, dann:

 

Es bleibt spannend

Fischer Kälte-Klima unternimmt massive logistische und finanzielle Anstrengungen, um dem Kälte- und Klimaanlagen Handwerk ungeachtet aller Unsicherheiten am Beschaffungsmarkt ein Maximum an Planungssicherheit zu gewährleisten. Dazu steht Fischer Kälte-Klima im permanenten, weltweiten Austausch mit seinen Lieferanten und Logistikpartnern und sichert, wo möglich und sinnvoll, beispielsweise über Volumenkontrakte kurz- und mittelfristige Preis- und Lieferstabilität. Dazu federt der Großhändler durch einen bundesweiten Lagerbestandswert von über 30 Millionen Euro eine Vielzahl an kleineren Preisanpassungen und vor allem Lieferengpässen ab.

Die Ansprechpartner in den Fischer Kälte-Klima Niederlassungen stehen Kunden jederzeit zur Verfügung, um für deren individuelle Beschaffungs-Situation eine individuelle Lösung für größtmögliche Planungssicherheit zu erarbeiten.

Die Migration auf unser neues ERP-System wird vom 1. bis 3. Oktober vollzogen und führt dazu, dass wir am Freitag, den 1. Oktober, in allen Funktionsbereichen lediglich einen Notbetrieb gewährleisten können.

Mit dem Systemwechsel verbunden ist eine Umstellung der Kundennummern-Systematik. Zukünftig erhalten Sie eine rein nummerische Kundennummer. Diese teilt Ihnen gerne Ihre Niederlassung mit. Wir bitten Sie dies entsprechend zur Kenntnis zu nehmen und sofern möglich entsprechend zu berücksichtigen.

Auf den Systemwechsel haben wir uns intensiv vorbereitet und sehen uns bestens gerüstet. Gleichzeitig können wir nicht vollständig ausschließen, dass es in den ersten Tagen hier und da noch ein wenig Sand im Getriebe geben wird.

Sollte es einmal etwas länger dauern als Sie es gewohnt sind, bitten wir Sie um Ihr Verständnis.
Bei Fragen stehen Ihnen die AnsprechpartnerInnen unserer Niederlassungen jederzeit gerne zur Verfügung.

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